Medizinstudenten haben in der Regel wenig Geld, wenig Zeit und noch weniger Anlass, sich mit Finanzen zu beschäftigen – doch genau diese Phase legt den Grundstein für spätere finanzielle Weichenstellungen.

Die häufigsten Finanzfehler von Medizinstudenten sind: den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung hinauszuzögern, auf BAföG oder Stipendien zu verzichten und keine frühe Altersvorsorge zu beginnen – dabei sind die Beiträge im Studium am günstigsten.

Hintergrund

Das Medizinstudium dauert mindestens 6 Jahre (12 Semester) plus Praktisches Jahr. In dieser Zeit sind die wenigsten Studierenden finanziell gut aufgestellt. Typische Fehler:

  • BU-Versicherung aufschieben: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung im Studium kostet für einen 22-Jährigen oft unter 50 Euro monatlich. Wer wartet, bis er Arzt ist, zahlt deutlich mehr – und trägt zusätzlich das Risiko, aufgrund gesundheitlicher Veränderungen keinen oder nur eingeschränkten Versicherungsschutz zu erhalten.
  • BAföG nicht beantragen: Rund 30 % der berechtigten Studierenden stellen keinen BAföG-Antrag. Dabei kann der BAföG-Höchstsatz 2025 bis zu 992 Euro monatlich betragen.
  • Keine Notfallrücklage aufbauen: Schon 500 bis 1.000 Euro Reserve verhindern, dass eine kaputte Waschmaschine oder ein Zahnarztbesuch zu einer Schuldenfalle wird.
  • Vermögensaufbau auf "nach dem Studium" verschieben: Wer mit 23 Jahren 50 Euro monatlich in einen ETF-Sparplan investiert, hat durch den Zinseszinseffekt über 40 Jahre deutlich mehr als jemand, der erst mit 30 beginnt.
  • Kredite ohne Vergleich aufnehmen: Studierendenkredite von Banken haben sehr unterschiedliche Konditionen – ein Vergleich vor Abschluss lohnt sich.

Wann gilt das nicht?

Studierende aus Familien mit hohem Vermögen oder mit Stipendien sind in einer anderen Ausgangslage. Dennoch empfiehlt sich der frühe Abschluss einer BU-Versicherung unabhängig von der finanziellen Situation, da der Gesundheitszustand das entscheidende Kriterium ist.

Quellen

Ärzteversichert begleitet Medizinstudenten von der ersten Absicherung bis zur späteren Praxisgründung mit maßgeschneiderten Lösungen.

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