Nuklearmedizinische Praxen gehören zu den teuersten Investitionen in der ambulanten Medizin; Bankdarlehen, Investitionsfonds und Leasing sind die zentralen Finanzierungsmodelle.

Eine Gammakamera kostet zwischen 500.000 und 1 Mio. Euro, ein PET-CT-System 2 bis 3 Mio. Euro. Das Finanzierungsmodell kombiniert meist hohes Eigenkapital (25–30 %), langfristige Bankdarlehen und spezialisiertes Medizingeräte-Leasing.

Hintergrund

Aufgrund der hohen Investitionssummen nutzen nuklearmedizinische Praxen häufig medizinspezifische Investitionsfonds oder Bankenkonsortien, die eine Langzeitfinanzierung (15–20 Jahre) ermöglichen. Der KfW-ERP-Kapital für Gründung (bis 500.000 Euro) kann als Eigenkapitalersatz eingesetzt werden, reicht aber für Großgeräte allein nicht aus.

Finance-Leasing für Gammakameras und PET-CTs wird von spezialisierten Leasinggesellschaften angeboten; typische Laufzeiten betragen 7 bis 10 Jahre. Nach Laufzeitende besteht oft eine Kaufoption oder Anschlussleasing. Da nuklearmedizinische Praxen besondere bauliche Anforderungen (Strahlenschutz) haben, sind auch Immobilienfinanzierungen über 20 Jahre üblich.

Berufsausübungsgemeinschaften mit zwei bis drei Nuklearmedizinern teilen die Gerätenutzungszeiten und Betriebskosten und reduzieren so den Pro-Kopf-Finanzierungsbedarf erheblich. Ärzteversichert empfiehlt, bei diesen Investitionsvolumina auch eine Betriebsunterbrechungsversicherung für Großgeräte einzuschließen.

Wann gilt das nicht?

Nuklearmediziner, die ausschließlich in Kliniken tätig sind, benötigen keine eigene Praxisfinanzierung. KfW-Programme sind auf freiberufliche, niedergelassene Ärzte beschränkt.

Quellen

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