Pathologische Einrichtungen werden hauptsächlich über Bankdarlehen, KfW-Förderkredite und Leasing für spezialisierte Laborausstattung finanziert.

Eigenständige pathologische Praxen und Institute sind kapitalintensiv; Investitionsvolumina liegen zwischen 500.000 und 2 Mio. Euro. Häufigste Finanzierungsstruktur ist eine BAG aus mehreren Pathologen mit gemeinsam finanzierter Laborinfrastruktur.

Hintergrund

Pathologische Praxen betreiben aufwendige Labore mit Gewebeschneide- und Färbeanlagen, Immunhistochemie-Systemen sowie zunehmend digitalen Scan-Einheiten. Medizingeräte-Leasing über 5 bis 10 Jahre ist für Digitalmikroskopie und Automatisierungstechnik besonders sinnvoll, da die Technologie sich schnell entwickelt. Der KfW-ERP-Kapital für Gründung (bis 500.000 Euro) dient als Eigenkapitalersatz; darüber hinaus werden langfristige Bankdarlehen über 15 bis 20 Jahre eingesetzt.

Berufsausübungsgemeinschaften aus zwei bis fünf Pathologen sind in der Pathologie weit verbreitet; der gemeinsame Betrieb eines Labors amortisiert die Fixkosten deutlich schneller. Für MVZ-Beteiligungen nutzen Pathologen Gesellschafterdarlehen.

Ärzteversichert weist darauf hin, dass Pathologen aufgrund der zunehmend digitalisierten Befundung auch IT-Haftungsrisiken absichern sollten, die in der klassischen Berufshaftpflicht nicht immer enthalten sind.

Wann gilt das nicht?

Pathologen in Universitätskliniken oder pathologischen Instituten ohne eigene unternehmerische Beteiligung benötigen keine Praxisfinanzierung.

Quellen

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