Radiologische Praxen zählen zu den teuersten ambulanten Niederlassungen; MRT, CT und Röntgen erfordern Millionenbeträge und spezifische Finanzierungsmodelle.

Ein MRT-Gerät kostet 800.000 bis 1,5 Mio. Euro, ein CT 300.000 bis 600.000 Euro. Radiologische Praxen werden fast ausschließlich als Berufsausübungsgemeinschaft mehrerer Radiologen gegründet und über langfristige Bankdarlehen (15–20 Jahre) sowie spezialisiertes Geräteleasing finanziert.

Hintergrund

Das Finance-Leasing für Großgeräte (MRT, CT, Angiographiesysteme) ist in der Radiologie die häufigste Finanzierungsform für Geräte; Leasinggesellschaften bieten speziell auf Medizintechnik ausgerichtete Verträge mit Laufzeiten von 7 bis 12 Jahren. Der Vorteil: Das Gerät wird regelmäßig durch eine neuere Generation ersetzt, und die Rate ist planbar.

Für den Praxisaufbau (Bau, Strahlenschutzmaßnahmen, Raumplanung) werden langfristige Immobiliendarlehen mit 20 Jahren Laufzeit eingesetzt; die Baukosten für einen MRT-Raum (Abschirmung) liegen häufig bei 150.000 bis 300.000 Euro zusätzlich. Der KfW-ERP-Kapital für Gründung (bis 500.000 Euro) kann als Eigenkapitalersatz eingesetzt werden.

Berufsausübungsgemeinschaften aus 3 bis 6 Radiologen sind Standard; sie ermöglichen eine Rund-um-die-Uhr-Besetzung und verteilen die Schuldenlast. Ärzteversichert empfiehlt Radiologen, Betriebsunterbrechungsversicherungen für Großgeräte als Pflichtschutz einzuplanen.

Wann gilt das nicht?

Radiologen in Kliniken oder Teleradiologie-Diensten ohne eigene Geräte benötigen keine Praxisfinanzierung.

Quellen

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