Für die Praxis von Urologen stehen Bankdarlehen, KfW-Förderkredite, Geräteleasing und die Berufsausübungsgemeinschaft als zentrale Finanzierungsmodelle zur Verfügung.

Urologische Praxen investieren typischerweise zwischen 200.000 und 600.000 Euro in Erstausstattung; für endoskopische und Stoßwellenanlagen ist Leasing besonders verbreitet. KfW-ERP-Gründerkredit und Bankdarlehen bilden die Finanzierungsbasis.

Hintergrund

Der KfW-ERP-Gründerkredit – Startgeld bietet bis zu 125.000 Euro; bei kapitalintensiveren Übernahmen greift der ERP-Kapital für Gründung mit bis zu 500.000 Euro. Zystoskopie-Türme, Lithotripsie-Geräte (ESWL) und urodynamische Messanlagen werden häufig über Leasing (5–8 Jahre) finanziert, da die Gerätegenerationen sich schnell entwickeln.

Urologische BAGs aus zwei bis vier Urologen teilen Endoskopie-Einheiten und Personal; der gemeinsame Betrieb amortisiert Großinvestitionen deutlich schneller. In ländlichen Regionen stellen Kassenärztliche Vereinigungen Niederlassungszuschüsse bereit, die den Fremdkapitalbedarf reduzieren.

Ärzteversichert empfiehlt Urologen, bei der Praxisplanung die erhöhten Berufshaftpflichtrisiken bei invasiven Eingriffen (Biopsien, Stentversorgung) angemessen zu berücksichtigen.

Wann gilt das nicht?

Angestellte Urologen in Kliniken ohne Praxisbeteiligung benötigen keine eigene Praxisfinanzierung. KfW-Programme setzen Niederlassung als Vertragsarzt voraus.

Quellen

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