Urologen können auf KV-Niederlassungsförderung, KfW-Gründerkredite und spezifische Versorgungsvertragsförderungen für urologische Leistungen zurückgreifen.

Urologen in unterversorgten Regionen erhalten KV-Niederlassungszuschüsse von 25.000 bis 50.000 Euro; Prostatakarzinom-Früherkennungsprogramme und Harninkontinenz-Versorgungsverträge schaffen laufende Vergütungszuschläge.

Hintergrund

KV-Niederlassungsförderungen für Urologen sind in Regionen mit Versorgungsdefizit abrufbar; da Urologen für die Männergesundheits-Grundversorgung zunehmend als Engpassfach gelten, steigt die Förderbereitschaft der KVen. Der KfW-ERP-Gründerkredit (bis 125.000 Euro) deckt Zystoskopie, Ultraschall und Urodynamik.

Versorgungsverträge für Prostatakarzinom-Früherkennung nach § 25 SGB V und Harninkontinenz-Versorgung nach § 73b SGB V bieten strukturierte Vergütungsaufschläge. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) fördert urologische Krebsforschung; die Stiftung Männergesundheit vergibt Forschungsstipendien für männerspezifische Erkrankungen.

Einzelne Bundesländer fördern den Aufbau urologischer Praxen in ländlichen Regionen; die Förderanträge werden über die zuständigen KVen gestellt. Ärzteversichert empfiehlt Urologen mit endoskopischer Operationstätigkeit eine Berufshaftpflicht mit hoher Deckungssumme (mindestens 3 Mio. Euro).

Wann gilt das nicht?

Angestellte Urologen ohne eigene Niederlassung haben keinen Anspruch auf KV-Niederlassungsförderungen. Forschungsförderungen setzen wissenschaftliche Qualifikation und Projektantrag voraus.

Quellen

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