Anästhesisten unterliegen der allgemeinen CME-Pflicht von 250 Punkten in fünf Jahren und zusätzlichen fachspezifischen Anforderungen für Notfall- und Reanimationszertifizierungen.

Niedergelassene und klinische Anästhesisten müssen 250 CME-Punkte in fünf Jahren nachweisen; viele Kliniken verlangen zusätzlich aktuelle ACLS- (Advanced Cardiovascular Life Support) oder ALS-Zertifikate, die alle zwei Jahre erneuert werden.

Hintergrund

Gesetzliche CME-Pflicht (§ 95d SGB V): Zugelassene Anästhesisten benötigen 250 CME-Punkte in fünf Jahren; die Prüfung erfolgt durch die zuständige KV. Berufsordnung: Alle Ärzte sind nach der Musterberufsordnung § 4 zur laufenden Fortbildung verpflichtet; Verstöße können berufsrechtliche Folgen haben.

Fachspezifische Anforderungen: Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) empfiehlt regelmäßige Sim-Trainings für Notfallsituationen; viele Kliniken verlangen ALS-Zertifikate als Voraussetzung für die anästhesiologische Tätigkeit. ACLS-Kurse dauern 1–2 Tage und kosten 200 bis 400 Euro.

Spezielle Fortbildungspflichten: Für Schmerztherapeuten mit Zusatzbezeichnung gilt eine zusätzliche Fortbildungspflicht nach den Richtlinien der Deutschen Schmerzgesellschaft (20 CME-Punkte/Jahr schmerzspezifisch).

Ärzteversichert empfiehlt Anästhesisten, die Dokumentation aller Reanimationszertifikate und CME-Punkte lückenlos zu führen, da fehlende Nachweise zu Haftungsrisiken bei Zwischenfällen führen können.

Wann gilt das nicht?

Anästhesisten ohne Kassenzulassung unterliegen nur der berufsrechtlichen Fortbildungspflicht. ACLS-Anforderungen sind institutionell und nicht gesetzlich; sie variieren je nach Klinik.

Quellen

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