Chirurgen unterliegen der allgemeinen CME-Pflicht von 250 Punkten in fünf Jahren sowie fachspezifischen Anforderungen für operative Kompetenzen und Hygiene.
Zugelassene Chirurgen benötigen 250 CME-Punkte in fünf Jahren; operative Chirurgen müssen nach den Hygienevorschriften regelmäßig Hygiene-Pflichtfortbildungen (jährlich) absolvieren, und D-Ärzte der DGUV müssen alle fünf Jahre einen Auffrischungskurs nachweisen.
Hintergrund
Gesetzliche CME-Pflicht (§ 95d SGB V): 250 CME-Punkte in fünf Jahren. Berufsordnung: Laufende Fortbildungspflicht nach Musterberufsordnung § 4.
Hygiene-Fortbildungspflichten: Krankenhaushygiene-Vorschriften (§ 23 IfSG) verpflichten operierende Ärzte zur jährlichen Hygieneschulung; die Schulungen werden von Klinikhygienikern oder externen Anbietern durchgeführt. Dauer: in der Regel 2 bis 4 Stunden jährlich.
D-Arzt-Anforderungen: Die DGUV verlangt von zugelassenen Durchgangsärzten alle fünf Jahre einen DGUV-Auffrischungskurs zum BG-Heilverfahren; ohne Nachweis kann die D-Arzt-Zulassung entzogen werden.
Operative Simulationstrainings: Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGChir) empfiehlt laparoskopische Box-Trainer und Wet-Lab-Kurse für die Kompetenzerhaltung; diese sind nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber von Krankenhausträgern zunehmend gefordert.
Ärzteversichert weist Chirurgen auf die Bedeutung einer leistungsstarken Berufshaftpflicht hin, da operative Komplikationen zu hohen Schadenssummen führen können.
Wann gilt das nicht?
Nicht-operierende Chirurgen (z. B. Gutachter) unterliegen nicht den OP-spezifischen Fortbildungsanforderungen. D-Arzt-Auffrischungspflichten gelten nur für DGUV-zugelassene Ärzte.
Quellen
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