Kinderärzte unterliegen der allgemeinen CME-Pflicht von 250 Punkten in fünf Jahren sowie fachspezifischen Anforderungen für pädiatrische Notfallmedizin und Impfversorgung.
Zugelassene Kinderärzte benötigen 250 CME-Punkte in fünf Jahren; Pädiatrische Advanced Life Support (PALS) Kurse werden von der DGKJ und Kinderkliniken alle zwei Jahre empfohlen, und für die Abrechnung der Früherkennungsuntersuchungen (U1–U11) sind Qualifikationsnachweise erforderlich.
Hintergrund
Gesetzliche CME-Pflicht (§ 95d SGB V): 250 CME-Punkte in fünf Jahren. Berufsordnung: Laufende Fortbildungspflicht nach MBO-Ä § 4.
Pädiatrische Notfallkurse: Der Pädiatric Advanced Life Support (PALS) wird von der European Resuscitation Council (ERC) und der DGKJ alle zwei Jahre empfohlen; viele Kliniken machen den PALS-Nachweis zur Bedingung für die pädiatrische Nacht- und Bereitschaftsdienst-Teilnahme.
Impf-Qualifikation: Das Robert Koch-Institut (RKI) aktualisiert die STIKO-Impfempfehlungen jährlich; Kinderärzte sind verpflichtet, die aktuellen Empfehlungen zu kennen und umzusetzen. Spezifische Impfkurse für Reiseimpfungen erfordern zusätzliche Qualifikationsnachweise.
Vorsorgeuntersuchungs-Qualifikation: Für die Abrechnung der U-Untersuchungen nach GKV-Richtlinie sind Qualifikationsnachweise nach Kinder-Richtlinie erforderlich; diese werden bei der Zulassung nachgewiesen und müssen bei Änderungen der Richtlinie aktualisiert werden.
Ärzteversichert empfiehlt Kinderärzten aufgrund der langen Verjährungsfristen bei Minderjährigen (bis zum 21. Lebensjahr) eine Berufshaftpflicht mit langer Nachmeldefrist.
Wann gilt das nicht?
Kinderärzte ohne Kassenzulassung unterliegen nur der berufsrechtlichen Fortbildungspflicht. PALS-Zertifizierungen sind fachgesellschaftliche Empfehlungen ohne gesetzliche Bindung.
Quellen
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