Assistenzärzte sollten mit der Finanzplanung unmittelbar nach Approbation beginnen; der Beitritt zum Versorgungswerk muss innerhalb von drei Monaten nach Aufnahme der ärztlichen Tätigkeit beantragt werden.

Der Pflichtbeitritt zum Versorgungswerk der Ärzte muss innerhalb von 3 Monaten nach Berufsaufnahme beantragt werden. PKV-Wechsel ist optimal im ersten Monat nach Stellenantritt möglich, wenn das Einkommen die Versicherungspflichtgrenze (2025: 73.800 Euro/Jahr) überschreitet.

Hintergrund

Die Facharztausbildung dauert in Deutschland 5 bis 7 Jahre; in dieser Zeit legen Assistenzärzte die finanziellen Grundlagen für ihre spätere Karriere:

  • Versorgungswerk-Beitritt: Pflichtmitgliedschaft innerhalb von 3 Monaten nach Aufnahme der ärztlichen Tätigkeit beantragen; freiwillige Mehreinzahlungen ab sofort möglich.
  • PKV-Wechsel: Sobald das Bruttoeinkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze (2025: 73.800 Euro) übersteigt, besteht Wahlfreiheit; Wechsel im ersten Monat nach Überschreiten der Grenze ist optimal.
  • BU-Versicherung: Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung möglichst früh (Einstiegsalter 25 Jahre statt 35 Jahre spart ca. 30 % Beitrag); keine gesetzliche Frist, aber jedes Jahr Verzögerung erhöht die Prämie.
  • Steuererklärung: Erste Einkommensteuererklärung als angestellter Arzt bis 31. Juli des Folgejahres; bei Steuerberater bis Ende Februar des übernächsten Jahres.
  • Riester/Rürup: Beiträge sind steuerlich abzugsfähig; Einzahlungen für das laufende Jahr können bis 31. Dezember geleistet werden.

Wann gilt das nicht?

  • Assistenzärzte in der Bundeswehr sind nicht in den Versorgungswerken der Ärztekammern, sondern in der DRV versichert.
  • Assistenzärzte, die ihr Studium im EU-Ausland abschlossen und in Deutschland tätig sind, müssen prüfen, ob und welchem Versorgungswerk sie beitreten müssen.
  • Assistenzärzte unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze sind in der GKV pflichtversichert; PKV-Wechsel ist erst nach Überschreiten dieser Grenze möglich.

Ärzteversichert begleitet Assistenzärzte von Beginn ihrer ärztlichen Karriere an und erstellt individuelle Finanzpläne für die Weiterbildungsphase.

Quellen

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