Ärzte in den 30ern sollten spätestens ab dem 35. Lebensjahr einen strukturierten Vermögensaufbau starten; BU-Versicherungen werden mit jedem Lebensjahr teurer und sind bei Vorerkrankungen schwerer oder nicht mehr abschließbar.

Die 30er Jahre sind für Ärzte die Aufbauphase: Abschluss oder Optimierung der BU-Versicherung (idealerweise im 3. Lebensjahrzehnt), Start der privaten Altersvorsorge (Rürup, ETF-Sparplan) und ggf. erste Immobilieninvestition. Ein BU-Abschluss nach dem 40. Lebensjahr ist deutlich teurer; nach dem 45. Lebensjahr steigen die Prämien sprunghaft an.

Hintergrund

Ärzte in den 30ern befinden sich typischerweise noch in der Facharztweiterbildung oder haben gerade ihre erste Stelle als Facharzt angetreten. Das verfügbare Einkommen steigt ab dem 30. Lebensjahr deutlich; ein Sparplan von 500 bis 1.500 Euro monatlich ist realistisch. Durch den Zinseszinseffekt wächst das Kapital über 30 Jahre bei 6 % Rendite p.a. auf das ca. 5,7-fache. Steuerlich wirksame Maßnahmen (Rürup-Beiträge, IAB) sollten jedes Jahr bis zum 31. Dezember umgesetzt sein. Die Krankentagegeldversicherung für selbständige Ärzte sollte in den 30ern abgeschlossen werden, solange die Gesundheitsprüfung unkompliziert ist.

Wann gilt das nicht?

Ärzte mit hohen Darlehen (Praxisfinanzierung, Studienkredit) sollten zunächst die Entschuldung priorisieren. Wer noch kein Facharzt ist und sich in der Weiterbildung befindet, hat begrenzte Möglichkeiten für hohe Sparraten. Ein zu früh abgeschlossener Rürup-Vertrag bindet Kapital ohne Flexibilität.

Quellen

Ärzteversichert hilft jungen Ärzten in den 30ern, ihre Finanzen strategisch aufzustellen und Versicherungslücken zu schließen.

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →