Hintergrund
Die entscheidende Phase der Altersvorsorge liegt im Jahrzehnt vor dem Ruhestand: Kurseinbrüche kurz vor der Rente können das Kapital erheblich schmelzen lassen (Sequence-of-Returns-Risiko). Empfehlung: Aktienquote von 70 Prozent auf 40 bis 50 Prozent reduzieren, Anleihen und Tagesgeldpuffer aufbauen. Gleichzeitig sollte jetzt die Praxisabgabe vorbereitet werden (steuerlicher Veräußerungsgewinn, Freibetrag nach § 16 EStG: 45.000 Euro ab dem 55. Lebensjahr). Eine Entnahmestrategie (z. B. 4-Prozent-Regel) und ggf. Umwandlung von Kapitallebensversicherungen vor dem 62. Geburtstag sichern steuerliche Vorteile. Das Versorgungswerk sollte auf Renten- oder Kapitalabfindung geprüft werden.
Wann gilt das nicht?
Ärzte mit sehr großem Vermögen können eine höhere Aktienquote halten, da Kursverluste das Lebensstandard-Risiko nicht gefährden. Wer weiterarbeiten möchte, hat mehr Puffer für schwankungsreiche Anlagen.
Quellen
- BMF: Veräußerungsgewinne § 16 EStG
- DRV: Versorgungswerk Leistungen
- BaFin: Anlegerinformation Altersvorsorge
Ärzteversichert begleitet Ärzte auf dem Weg in den Ruhestand und zeigt, wie Versicherungen und Kapitalanlagen optimal aufeinander abgestimmt werden.
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