Chirurgen – insbesondere solche mit einem ambulanten Operationszentrum – benötigen eine umfassende Geräteversicherung für die hochpreisige Operationstechnik und Überwachungsgeräte.
Hintergrund
Typische Geräte in der chirurgischen Praxis und deren Richtwerte:
- Laparoskopie-System (Endoskopturm): 30.000 bis 80.000 Euro.
- Elektrochirurgische Einheit (HF-Gerät): 3.000 bis 15.000 Euro.
- Sterilisationsanlage (Autoklav): 5.000 bis 20.000 Euro; Ausfall verhindert sterile Instrumentation.
- Patientenmonitor: 5.000 bis 20.000 Euro.
- OP-Tisch und OP-Leuchte: 10.000 bis 40.000 Euro.
- Ultraschall (Sonographie für Wunddiagnostik): 8.000 bis 25.000 Euro.
Besonders relevant: Kurzschluss oder Überspannungsschäden an empfindlicher Laparoskopie-Optik oder an OP-Steuergeräten können die Reparaturkosten in fünfstellige Bereiche treiben. Auf Ärzteversichert können Chirurgen spezialisierte Policen für den ambulanten OP-Betrieb anfragen und vergleichen.
Wann gilt das nicht?
Klinisch tätige Chirurgen ohne eigene Praxis sind über die Krankenhausversicherung gedeckt. Geleaste oder gemietete OP-Geräte sind häufig über Sondervereinbarungen im Leasingvertrag abgesichert.
Quellen
- GDV: Elektronikversicherung für Unternehmen
- Bundesärztekammer: Ambulantes Operieren
- VVG § 1 – Grundlagen der Schadensversicherung
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