Onkologen benötigen eine Geräteversicherung, die die spezialisierte Infusions-, Labor- und Diagnosetechnik einer onkologischen Schwerpunktpraxis zuverlässig absichert.
In onkologischen Praxen sind Infusionspumpen, Apheresegeräte und Kühlsysteme für Zytostatika essenziell. Ein Geräteausfall kann die laufende Chemotherapie von Patientinnen und Patienten unterbrechen und hat damit unmittelbare medizinische Konsequenzen.
Hintergrund
Typische Geräte in der onkologischen Praxis und ihre ungefähren Neuwerte:
- Infusionspumpen (stationär und tragbar): 500 bis 3.000 Euro pro Gerät; onkologische Praxen verfügen häufig über 10 bis 30 Geräte.
- Apheresegerät: 30.000 bis 80.000 Euro.
- Kühlschrank für Zytostatika (zertifiziert): 2.000 bis 8.000 Euro.
- Ultraschallgerät: 12.000 bis 40.000 Euro.
- Labortechnik (Hämatologie, Gerinnung): 5.000 bis 20.000 Euro.
- Patientenmonitore: 5.000 bis 15.000 Euro.
Besonders heikel: Temperaturschwankungen durch Kühlsystemausfälle können Zytostatika unbrauchbar machen und Sachschäden in fünfstelliger Höhe verursachen. Ärzteversichert empfiehlt für onkologische Praxen eine Geräteversicherung mit erweiterter Kühlgutklausel.
Wann gilt das nicht?
Im Krankenhaus tätige Onkologen sind über die Klinikversicherung abgedeckt. Im MVZ-Verbund können gemeinsame Policen bestehen.
Quellen
- GDV: Elektronikversicherung für Unternehmen
- KBV: Onkologische Schwerpunktpraxis
- VVG § 1 – Grundlagen der Schadensversicherung
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →