Radiologen benötigen eine spezialisierte Technische Versicherung, da MRT-Geräte, CT-Scanner und Interventionsgeräte zu den teuersten medizinischen Geräten überhaupt zählen.
Radiologische Praxen sind mit Abstand die gerätekostenintensivste Fachgruppe im ambulanten Bereich. Allein ein modernes MRT-Gerät kostet zwischen 500.000 und 2 Millionen Euro; ein CT-Scanner 200.000 bis 600.000 Euro.
Hintergrund
Typische Geräte in der radiologischen Praxis und ihre ungefähren Neuwerte:
- MRT-Gerät (1,5 T oder 3 T): 500.000 bis 2 Mio. Euro.
- CT-Scanner (Mehrzeilen-CT): 200.000 bis 600.000 Euro.
- Digitales Röntgengerät: 30.000 bis 80.000 Euro.
- Mammographiegerät (digital, tomosynthetisch): 80.000 bis 200.000 Euro.
- Ultraschallgerät (Duplex, Elastographie): 30.000 bis 80.000 Euro.
- PACS-System (Picture Archiving and Communication): 50.000 bis 200.000 Euro.
- Angiographieanlage: 500.000 bis 1,5 Mio. Euro.
Standard-Geräteversicherungen decken diese Werte oft nicht ausreichend ab. Ärzteversichert empfiehlt Radiologen spezialisierte Technische Versicherungen mit Betriebsunterbrechungskomponente, da ein MRT-Ausfall täglich Einnahmeausfälle von 5.000 bis 20.000 Euro verursachen kann.
Wann gilt das nicht?
Krankenhausradiologen sind über die Klinikversicherung gedeckt. Im Betreibermodell sind Geräte häufig durch den Hersteller versichert; dies muss vertraglich geregelt sein.
Quellen
- GDV: Technische Versicherung und Maschinenversicherung
- Bundesärztekammer: Radiologie
- VVG § 1 – Grundlagen der Schadensversicherung
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