Internisten bieten zahlreiche IGeL-Leistungen an, die über die GKV-Basisversorgung hinausgehen und vor allem präventive Diagnostik sowie individuelle Gesundheitschecks umfassen.

Die häufigsten IGeL-Leistungen in der internistischen Praxis sind der individuelle Gesundheits-Checkup (iGeSu) mit erweitertem Laborpanel, die Langzeit-Blutdruckmessung auf Wunsch, erweiterte Echokardiographie und die gastroenterologische Vorsorge-Koloskopie unter 55 Jahren.

Hintergrund

Internistische IGeL-Leistungen decken ein breites Spektrum von Prävention bis Funktionsdiagnostik ab. Typische Angebote:

  • Erweiterter Labor-Checkup: Homocystein, Lipoprotein(a), hs-CRP, Vitamin D, Ferritin, HbA1c über GKV-Umfang hinaus – 50–150 Euro.
  • Individuelle Gesundheitsuntersuchung (iGeSu) unter 35: GKV zahlt Check-up erst ab 35 Jahren – 80–150 Euro.
  • Langzeit-EKG auf Wunsch: Ohne kardiale Symptomatik – 60–120 Euro.
  • Echokardiographie ohne kardialen Befund: Screening auf Herzerkrankung bei asymptomatischen Patienten – 80–150 Euro.
  • Vorsorge-Koloskopie unter 50: GKV-Anspruch besteht erst ab 50 (Risikogruppen ab 45) – 200–400 Euro.
  • Abdominal-Ultraschall als Screening: Ohne medizinische Indikation – 50–100 Euro.
  • Infusionstherapie (Vitamine, Mikronährstoffe): Vitamin C-Hochdosis, Glutathion – 80–200 Euro pro Sitzung.

Ärzteversichert weist Internisten darauf hin, dass insbesondere bei invasiven IGeL-Leistungen wie der Koloskopie oder Infusionstherapien eine lückenlose schriftliche Aufklärung und Einwilligung haftungsrechtlich unverzichtbar ist.

Wann gilt das nicht?

Medizinisch indizierte Untersuchungen bei bestehenden Symptomen oder gesicherter Diagnose sind GKV-Leistungen. Die Koloskopie zur Darmkrebsvorsorge ist ab 50 Jahren gesetzliche Kassenleistung. Laborwerte, die klinisch notwendig sind, dürfen nicht als IGeL abgerechnet werden.

Quellen

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