Kinderärzte bieten IGeL-Leistungen an, die über die GKV-finanzierten Vorsorgeuntersuchungen (U1–U11, J1) hinausgehen und Eltern eine vertiefte Betreuung ihrer Kinder ermöglichen.

Die häufigsten IGeL-Leistungen in der Kinderarztpraxis sind das erweiterte Entwicklungsscreening (Sprache, Motorik, Kognition), Reiseimpfungen ohne GKV-Kostenübernahme, Ernährungs- und Allergieberatung sowie individuelle Schuleingangsuntersuchungen.

Hintergrund

Kinderärztliche IGeL-Leistungen werden häufig von Eltern nachgefragt, die ihre Kinder umfassend betreut wissen wollen. Typische Angebote:

  • Erweitertes Entwicklungsscreening: Über die U-Heft-Inhalte hinaus – Sprachentwicklung, Feinmotorik, Sozialverhalten – 60–120 Euro.
  • Reiseimpfungen: FSME, Hepatitis A, Typhus, Tollwut, Meningokokken ACWY für Nicht-Risikogebiete – 30–90 Euro je Impfung.
  • Allergieberatung und Allergietestung: IgE-Panel über GKV-Rahmen hinaus – 80–200 Euro.
  • Individuelle Schuleingangsuntersuchung: Auf Elternwunsch, über Schulgesundheitsamt-Untersuchung hinaus – 80–150 Euro.
  • Ernährungsberatung (Kleinkind, Schulkind): Über GKV-Präventionsleistungen hinaus – 60–120 Euro pro Stunde.
  • Lactose- und Fruktose-Intoleranztest: Atemtest ohne GKV-Indikation – 50–100 Euro.
  • Sportmedizinische Tauglichkeitsuntersuchung für Kinder: Für Vereinssport oder Leistungssport – 60–120 Euro.

Ärzteversichert empfiehlt Kinderärzten, Eltern klar und schriftlich darüber zu informieren, welche Leistungen GKV-Kassenleistungen sind und welche als IGeL privat zu bezahlen sind, um Konflikte bei der Abrechnung zu vermeiden.

Wann gilt das nicht?

Die GKV-Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U11 sowie J1 sind Kassenleistungen und dürfen nicht als IGeL abgerechnet werden. Medizinisch notwendige Impfungen gemäß STIKO-Empfehlung werden von der GKV übernommen.

Quellen

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