Orthopäden bieten ein breites IGeL-Angebot an, das von intraartikulären Injektionen über Stoßwellentherapie bis zur Ganganalyse reicht und weit über GKV-Kassenleistungen hinausgeht.

Die häufigsten IGeL-Leistungen in der orthopädischen Praxis sind Hyaluronsäure-Injektionen in Gelenke (Knie, Schulter, Hüfte), die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei Tennisarm und Fersensporn sowie individuelle computergestützte Ganganalyse und Einlagenversorgung.

Hintergrund

Orthopädische IGeL-Leistungen haben besonders hohe Patientennachfrage, da viele Patienten aktiv nach schmerzreduzierenden Verfahren suchen. Typische Angebote:

  • Hyaluronsäure-Injektion (Viskosupplementation): Kniegelenk, Schulter, Hüfte – 150–400 Euro pro Injektion, Serien 3–5 Injektionen.
  • Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT): Fersensporn, Tennisarm, Kalkschulter – 80–200 Euro pro Sitzung.
  • Computergestützte Ganganalyse: Pedobarographie, 3D-Bewegungsanalyse – 80–200 Euro.
  • Individuelle Carboneinlagen: Über GKV-Standardeinlagen hinaus – 150–500 Euro.
  • PRP-Therapie (plättchenreiches Plasma): Eigenblut-Injektion bei Arthrose oder Sehnenreizung – 200–500 Euro.
  • Arthroskopie auf Wunsch: Bei grenzwertiger Indikation – 500–1.500 Euro.
  • Sportmedizinische Leistungstests: Laktatstufentest, VO2max – 100–250 Euro.

Ärzteversichert empfiehlt Orthopäden, bei Hyaluronsäure-Injektionen und PRP-Therapie den Patienten ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die GKV diese Leistungen nicht erstattet und der Nutzennachweis laut IGeL-Monitor umstritten ist – um spätere Haftungsstreitigkeiten zu vermeiden.

Wann gilt das nicht?

Bei gesicherter schwerer Arthrose mit GKV-Indikation, akuten Gelenkverletzungen und postoperativer Physiotherapie werden die Kosten von der GKV übernommen. Standard-Einlagenversorgung bei Fußdeformitäten ist ebenfalls Kassenleistung.

Quellen

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