Radiologen bieten IGeL-Leistungen vor allem im Bereich bildgebender Vorsorgeuntersuchungen an, die über den GKV-Leistungskatalog hinausgehen und Patienten eine erweiterte Screening-Diagnostik ermöglichen.

Die häufigsten radiologischen IGeL-Leistungen sind das Ganzkörper-MRT als Vorsorgeuntersuchung, die CT-Kolonographie als Darmkrebsscreening-Alternative, Screening-Mammographie unter 50 Jahren sowie Low-dose-CT zur Lungenkrebsvorsorge bei Rauchern ohne GKV-Erstattung.

Hintergrund

Radiologische IGeL-Leistungen sind kostenintensiv, haben aber eine hohe Patientennachfrage im Bereich der Vorsorge. Typische Angebote:

  • Ganzkörper-MRT (Whole-body-MRI): Screening ohne spezifische Symptomatik – 400–900 Euro.
  • CT-Kolonographie (virtuelle Koloskopie): Als Alternative zur Darmspiegelung – 300–600 Euro.
  • Screening-Mammographie unter 50: GKV zahlt erst ab 50 Jahren – 100–200 Euro.
  • Low-dose-CT Lunge (Lungenkrebsvorsorge): Für Raucher ohne offizielle GKV-Finanzierung – 150–300 Euro.
  • Kardio-MRT als Vorsorge: Funktions- und Perfusionsdiagnostik ohne GKV-Indikation – 400–800 Euro.
  • Prostata-MRT (mpMRT) auf Wunsch: Vor GKV-Finanzierungsgrenze oder ohne bioptischen Befund – 300–600 Euro.
  • 3D-Mammographie (Tomosynthese): Über GKV-Standard-Mammographie hinaus – 100–200 Euro Aufpreis.

Ärzteversichert empfiehlt Radiologen, bei Ganzkörper-MRT und Low-dose-CT als IGeL besonders transparent über die Strahlendosis, die Zufallsbefundrate und die daraus entstehenden Folgekosten aufzuklären, da Patienten hierüber häufig nicht informiert sind.

Wann gilt das nicht?

Radiologische Untersuchungen mit gesicherter klinischer Indikation (z. B. Fraktur-MRT, onkologisches Staging-CT) sind GKV-Leistungen. Das Mammographie-Screening im Rahmen des GKV-Programms für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren ist keine IGeL.

Quellen

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