Dermatologen benötigen eine KBV-zertifizierte PVS mit Modul zur Verwaltung von Dermatoskopie-Aufnahmen und optimalerweise einer integrierten KI-gestützten Läsionsanalyse.
Hintergrund
In der Dermatologie entstehen umfangreiche Bilddaten durch Auflichtmikroskopie und Fotodokumentation von Hauttumoren, Wunden und chronischen Dermatosen. Spezialisierte Systeme wie FotoFinder oder MoleMax ermöglichen die Verlaufskontrolle von Pigmentläsionen und sind teilweise mit KI-Analysen ausgestattet. Für Allergologinnen und Allergologen ist ein Epicutantest-Modul mit standardisierten Testprotokollen nach IVDK-Norm wichtig. Die TI-Anbindung ist seit 2025 für alle Praxen verpflichtend und kostet laufend ca. 150 bis 300 Euro je Quartal. Über KIM können Biopsie-Befunde sicher an Pathologielabore übermittelt werden. Ärzteversichert rät dazu, hochsensible Patientenbilder durch eine Cyberversicherung abzuschirmen.
Wann gilt das nicht?
Rein klinisch tätige Dermatologen ohne Praxiszulassung benötigen keine eigene TI-Anbindung. Für kosmetische Dermatologiepraxen ohne Kassenzulassung entfällt die KBV-Zertifizierungspflicht.
Quellen
- KBV: Zugelassene PVS und Anforderungen
- Bundesärztekammer: ePA und digitale Dokumentation
- BMG: Telematikinfrastruktur
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