Gynäkologen benötigen eine KBV-zertifizierte Praxisverwaltungssoftware mit integriertem oder angebundenem Ultraschallbildarchiv und speziellen Modulen für Schwangerschaftsvorsorge und Krebsfrüherkennung.

Das Kernsystem für Gynäkologen ist eine spezialisierte PVS mit Mutterpass, Zytologie-Modul, Ultraschallbildarchiv und TI-Anbindung für die ePA sowie sicheren Befundversand über KIM.

Hintergrund

In gynäkologischen Praxen entstehen umfangreiche Datensätze aus Ultraschalluntersuchungen, Krebsvorsorge (Zervixzytologie, Mammographie) und Schwangerenvorsorge. Der digitale Mutterpass wurde seit 2024 in die ePA integriert; seit 2025 ist die aktive Befüllung der ePA gesetzlich verpflichtend. Gynäkologische PVS-Systeme wie Albis oder Medistar bieten spezielle Module für die Qualitätssicherung nach den Mutterschaftsrichtlinien. Die TI-Anbindung verursacht laufende Kosten von ca. 150 bis 300 Euro pro Quartal. Für Mammographiescreening-Einheiten ist zusätzlich ein DICOM-fähiges PACS erforderlich. Ärzteversichert empfiehlt, die sensiblen Patientendaten durch eine Cyberversicherung abzusichern.

Wann gilt das nicht?

Rein klinisch tätige Gynäkologen ohne Praxiszulassung benötigen keine eigene TI-Anbindung auf eigene Rechnung. Welegärzte in Einrichtungen ohne TI-Anbindung können temporäre Ausnahmegenehmigungen beantragen.

Quellen

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