HNO-Ärzte benötigen eine KBV-zertifizierte Praxisverwaltungssoftware mit Modulen für Audiometrie, Tympanometrie und Endoskopie-Bilddokumentation.

Das Kernsystem für HNO-Ärzte ist eine spezialisierte PVS mit Audiogramm-Modul, Endoskopie-Bildarchiv und TI-Anbindung, die den sicheren Austausch von Befunden mit Mitbehandlern ermöglicht.

Hintergrund

In HNO-Praxen entstehen audiometrische Messdaten (Tonaudiogramme, Sprachaudiogramme), Tympanogramme sowie Endoskopie-Aufnahmen von Ohr, Nase und Kehlkopf. Diese Daten müssen rechts- und haftungssicher dokumentiert und mit der ePA verknüpft werden. Seit 2025 ist die aktive ePA-Nutzung für alle Kassenpraxen Pflicht. Spezialisierte HNO-Software wie Medicom oder HNO-spezifische Module in Albis ermöglichen die standardisierte Erfassung von Hörschwellen und die Abrechnung von Hörgeräteversorgungen. KIM erlaubt den sicheren Versand von Audiogrammen an Akustiker oder Kliniken. Die TI-Anbindung kostet laufend ca. 150 bis 300 Euro pro Quartal. Ärzteversichert empfiehlt, medizinische Bild- und Messdaten durch Cyberversicherung zu schützen.

Wann gilt das nicht?

Rein klinisch tätige HNO-Ärzte ohne eigene Praxis benötigen keine eigene TI-Anbindung. Für rein privatärztliche Praxen ohne Kassenzulassung entfällt die KBV-Zertifizierungspflicht.

Quellen

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