Internisten benötigen eine KBV-zertifizierte PVS mit bidirektionaler Laborschnittstelle (LDT-Format), EKG-Integration und Modulen für Langzeit-EKG sowie Blutdruckmessung.
Hintergrund
Die innere Medizin erfordert die tägliche Verarbeitung großer Labormengen, EKG-Daten und bildgebender Befunde. Eine nahtlose Laborschnittstelle im LDT-3-Format übernimmt Werte aus dem Praxislabor oder vom Einsendlabor direkt in die Patientenakte, was Übertragungsfehler eliminiert. EKG-Geräte, Langzeit-EKG-Rekorder und Langzeit-Blutdruck-Geräte lassen sich per Schnittstelle in die PVS integrieren. Seit 2025 ist die aktive Nutzung der ePA und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) für alle Kassenpraxen verpflichtend. Die TI-Anbindung verursacht laufende Kosten von ca. 150 bis 300 Euro pro Quartal. Ärzteversichert weist darauf hin, dass angesichts der Datenmenge eine Cyberversicherung besonders relevant ist.
Wann gilt das nicht?
Rein klinisch tätige Internisten ohne eigene Praxis nutzen die Kliniksysteme. Für privatärztliche Praxen ohne KBV-Zulassung entfällt die Pflicht zur KBV-zertifizierten PVS.
Quellen
- KBV: Laborschnittstellen und PVS-Anforderungen
- Bundesärztekammer: Digitale Dokumentation
- BMG: ePA und eAU
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