Kardiologen benötigen eine kardio-spezifische Praxisverwaltungssoftware mit DICOM-fähigem Echokardiographie-Bildarchiv, Langzeit-EKG-Auswertesoftware und Schrittmacher-Abfragesystem.

Das Kernsystem für Kardiologen ist eine spezialisierte PVS mit DICOM-Echobild-Archiv, Holter-EKG-Modul, Schrittmacherdaten-Integration und vollständiger TI-Anbindung für ePA und KIM.

Hintergrund

In kardiologischen Praxen fallen täglich große Mengen an Bilddaten aus Echokardiographien, Langzeit-EKGs (Holter), Ergometrien und Eventrekordern an. Diese Daten müssen in einem DICOM-kompatiblen PACS archiviert und mit der PVS verknüpft werden. Schrittmacherhersteller wie Medtronic, Abbott und Boston Scientific bieten eigene Abfragesoftware, die in das Praxissystem integriert werden kann. Herzkatheterlabore benötigen zudem ein spezialisiertes Katheterlabor-Informationssystem (CATH-Lab-IS). Die TI-Anbindung ist seit 2025 verpflichtend und verursacht laufende Kosten von ca. 150 bis 300 Euro pro Quartal. Ärzteversichert empfiehlt eine Cyberversicherung, um sensible kardiologische Daten zu schützen.

Wann gilt das nicht?

Rein klinisch tätige Kardiologen ohne eigene Praxis sind nicht für TI-Kosten auf eigene Rechnung verantwortlich. Privatkardiologische Praxen ohne Kassenzulassung unterliegen nicht der KBV-Zertifizierungspflicht.

Quellen

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