Neurologen benötigen eine KBV-zertifizierte PVS mit Schnittstellen für EEG-Auswertesoftware, Elektroneurographie (ENG) und EMG sowie ein PACS für MRT- und CT-Befunde.
Hintergrund
In neurologischen Praxen entstehen umfangreiche Messdaten aus EEG, ENG und EMG sowie Bildgebungsbefunde aus MRT und CT. EEG-Auswertesoftware muss bidirektional mit der PVS kommunizieren und die Auswertungen rechtssicher archivieren. Für den Befundversand von MRT-Aufnahmen an Mitbehandler ist ein DICOM-kompatibles PACS notwendig; KIM ermöglicht den sicheren digitalen Versand. Seit 2025 ist die aktive Nutzung der ePA verpflichtend; laufende TI-Kosten liegen bei ca. 150 bis 300 Euro pro Quartal. Besondere Relevanz haben in der Neurologie auch spezielle Datenbanken für multiple Sklerose (MS-Register) und Demenz. Ärzteversichert empfiehlt eine Cyberversicherung speziell für Praxen mit hochsensiblen neurologischen Daten.
Wann gilt das nicht?
Klinisch tätige Neurologen ohne eigene Praxis nutzen die Kliniksysteme. Für Privatpraxen ohne KBV-Zulassung entfällt die Zertifizierungspflicht.
Quellen
- KBV: Neurologie und Praxissoftware
- Bundesärztekammer: Digitale Dokumentation
- BMG: ePA und digitale Vernetzung
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