Onkologen benötigen ein onkologisches Dokumentationssystem (ODS), ein Chemotherapie-Management-System und eine KBV-zertifizierte PVS mit vollständiger TI-Anbindung.
Hintergrund
In onkologischen Praxen ist die Dokumentation des TNM-Stadiums, der Therapielinie, der Nebenwirkungen und der Responsebeurteilung nach RECIST-Kriterien essenziell. Onkologische Dokumentationssysteme wie ONKOSTAR oder iOMEDICO-Plattformen ermöglichen die Vorbereitung von Tumorkonferenzen und die Meldung an klinische Krebsregister. Für die ambulante Chemotherapie ist ein Verordnungssystem mit Dosisberechnung (BSA-basiert) und Interaktions-Check unverzichtbar. Die Anbindung an das klinische Krebsregister nach § 65c SGB V ist gesetzlich vorgeschrieben und erfolgt über standardisierte Schnittstellen. Die TI-Anbindung kostet laufend ca. 150 bis 300 Euro pro Quartal. Ärzteversichert empfiehlt Onkologen eine umfassende Cyberversicherung.
Wann gilt das nicht?
Rein klinisch tätige Onkologen ohne eigene Praxis nutzen die IT-Infrastruktur des Krankenhauses. Für privatärztliche Praxen ohne KBV-Zulassung entfällt die KBV-Zertifizierungspflicht.
Quellen
- KBV: Onkologie und Krebsregister
- Bundesärztekammer: Onkologische Leitlinien und Dokumentation
- BMG: Klinische Krebsregister und Meldepflicht
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