Pathologen benötigen ein Labor-Informationssystem (LIS) für das Auftragsmanagement, Befundberichte und Qualitätssicherung sowie zunehmend Whole-Slide-Image-Scanner (WSI) für die digitale Pathologie.
Hintergrund
Pathologische Institute verarbeiten täglich hunderte Einsendungen; das LIS übernimmt die Eingangskontrolle, Makroskopie-Dokumentation, Schnittseriennummern und Befundgenerierung. Die digitale Pathologie gewinnt rasant an Bedeutung: Whole-Slide-Image-Scanner erzeugen hochauflösende Digitalpräparate, die per Telepathologe begutachtet werden können. DICOM-kompatible Bildarchive sichern die Langzeitarchivierung. Für die Meldung an Krebsregister nach § 65c SGB V sind standardisierte Schnittstellen erforderlich. Die TI-Anbindung ermöglicht den sicheren Befundversand an einsendende Ärzte über KIM; laufende Kosten betragen ca. 150 bis 300 Euro pro Quartal. Ärzteversichert weist auf Cyberversicherungspflichten für Pathologielabore hin.
Wann gilt das nicht?
Rein klinisch tätige Pathologen in einem Krankenhausverbund nutzen die zentrale IT-Infrastruktur. Für forensische Pathologie ohne KBV-Zulassung entfällt die KBV-Zertifizierungspflicht.
Quellen
- Bundesärztekammer: Digitale Pathologie und Leitlinien
- KBV: Laborkommunikation und LDT-Schnittstelle
- BMG: Krebsregister und digitale Vernetzung
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