Radiologen benötigen ein Radiologieinformationssystem (RIS) für Auftragsmanagement und Abrechnung sowie ein PACS für die DICOM-Bildarchivierung und -befundung, ergänzt durch Spracherkennungssoftware.

Das Kernsystem für Radiologen ist die RIS/PACS-Kombination: Das RIS verwaltet Anforderungen und Befunde, das PACS archiviert DICOM-Bilder; Spracherkennungssoftware beschleunigt die Befundung und KIM ermöglicht den digitalen Bildversand.

Hintergrund

In radiologischen Praxen oder Instituten sind DICOM-Bilder (CT, MRT, Röntgen, Ultraschall) das Kernprodukt. Ein modernes PACS speichert diese Bilder langzeitsicher (gesetzlich gefordert: 10 Jahre nach § 10 Abs. 3 Musterberufsordnung), ermöglicht teleradiologischen Zugriff und unterstützt KI-basierte Bildanalysen. Das RIS übernimmt die HL7-basierte Kommunikation mit überweisenden Ärzten und verwaltet Abrechnungen nach GOP oder EBM. Spracherkennungslösungen wie Nuance Dragon Medical reduzieren die Befundungszeit erheblich. Seit 2025 ist die TI-Anbindung für alle Praxen verpflichtend; laufende Kosten liegen bei ca. 150 bis 300 Euro pro Quartal. Ärzteversichert empfiehlt für Radiologiepraxen eine leistungsstarke Cyberversicherung.

Wann gilt das nicht?

Rein klinisch tätige Radiologen ohne eigene Praxis nutzen die Kliniksysteme. Für Teleradiologen ohne direkte Patientenkontakte gelten modifizierte Abrechnungs- und Dokumentationsregeln.

Quellen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →