Sportmediziner benötigen eine KBV-zertifizierte PVS mit Schnittstellen für Spiroergometrie, Laktat-Stufentest-Auswertung und Leistungsdiagnostik sowie eine TI-Anbindung.
Hintergrund
In sportmedizinischen Praxen fallen spezifische Messdaten aus Ergometrien, Spiroergometrien und Laktat-Stufentests an, die in die PVS integriert werden müssen. Software wie CardioSoft oder Schiller-Ergometrien liefern Messwerte direkt in die Patientenakte. Die sportärztliche Tauglichkeitsuntersuchung nach den Empfehlungen der DGSP (Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention) umfasst EKG, Lungenfunktionstests und Laborwerte. Vereinsinterne Athletenakten müssen datenschutzkonform geführt werden. Die TI-Anbindung ist für alle Kassenpraxen seit 2025 verpflichtend; laufende Kosten betragen ca. 150 bis 300 Euro pro Quartal. Ärzteversichert empfiehlt auch für sportmedizinische Praxen eine Cyberversicherung.
Wann gilt das nicht?
Sportmediziner, die ausschließlich gutachterlich oder für Sportverbände tätig sind ohne eigene Praxiszulassung, benötigen keine eigene TI-Anbindung. Für rein privatärztliche Sportmedizinpraxen entfällt die KBV-Zertifizierungspflicht.
Quellen
- KBV: Sportmedizin und Praxissoftware
- Bundesärztekammer: Sportmedizinische Empfehlungen
- BMG: Telematikinfrastruktur für Praxen
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