Unfallchirurgen benötigen ein OP-Dokumentationssystem, ein DICOM-PACS für Röntgen- und CT-Bilder, ein DRG-Kodierungssystem und eine KBV-zertifizierte PVS mit TI-Anbindung.
Hintergrund
In unfallchirurgischen Praxen und Ambulanzen müssen Traumadokumentation, operative Eingriffe und Implantatdaten lückenlos erfasst werden. Die Implantats-Dokumentationspflicht nach MDR (EU Medical Device Regulation) erfordert die eindeutige Zuordnung von Implantaten (z. B. Schrauben, Platten, Prothesen) zu Patienten über die UDI-Nummer. OP-Dokumentationssysteme erstellen automatisch OP-Berichte und erleichtern die DRG-Kodierung. DICOM-PACS archivieren präoperative CT-Bilder und postoperative Röntgenkontrollaufnahmen. Seit 2025 ist die ePA-Nutzung für alle Kassenpraxen verpflichtend; TI-Kosten liegen bei ca. 150 bis 300 Euro pro Quartal. Ärzteversichert empfiehlt eine IT-Sicherheitsstrategie einschließlich Cyberversicherung.
Wann gilt das nicht?
Rein stationär tätige Unfallchirurgen ohne eigene Praxis nutzen die Kliniksysteme. Für privatärztliche Ambulanzen ohne Kassenzulassung entfällt die KBV-Zertifizierungspflicht.
Quellen
- KBV: OP-Dokumentation und Praxissoftware
- Bundesärztekammer: Implantatsregister und MDR
- BMG: Digitalisierung in der Chirurgie
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