Urologen benötigen eine urologisch spezialisierte PVS mit Urodynamik-Schnittstelle, Endoskopie-Bildarchiv und PSA-Verlaufsdokumentation sowie TI-Anbindung.
Hintergrund
In urologischen Praxen entstehen Messdaten aus Urodynamik-Untersuchungen (Zystometrie, Uroflowmetrie), Endoskopie-Videos und -fotos aus der Zystoskopie sowie Labordaten wie PSA-Werte. Diese Daten müssen in einem spezialisierten Bildarchiv (Endoskopie-Archiv) gespeichert und mit der PVS verknüpft werden. PSA-Verlaufskurven über die Zeit sind für die Prostatakarzinom-Früherkennung unverzichtbar. ESWL-Geräte für Nierensteinbehandlungen liefern Behandlungsprotokolle, die in die Patientenakte einfließen. Seit 2025 ist die ePA-Nutzung für alle Kassenpraxen Pflicht; laufende TI-Kosten betragen ca. 150 bis 300 Euro pro Quartal. Ärzteversichert empfiehlt eine Cyberversicherung auch für urologische Praxen.
Wann gilt das nicht?
Rein klinisch tätige Urologen ohne eigene Praxis benötigen keine eigene TI-Anbindung. Für privatärztliche Praxen ohne KBV-Zulassung entfällt die Zertifizierungspflicht.
Quellen
- KBV: Urologie und Praxissoftware
- Bundesärztekammer: Dokumentationspflichten Urologie
- BMG: ePA und Bildgebung
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