Zahnärzte benötigen eine zahnarztspezifische Praxisverwaltungssoftware (PVS) mit grafischer Zahnschemadokumentation, DVT-PACS für 3D-Röntgenbilder und optionaler CAD/CAM-Schnittstelle.
Hintergrund
In der modernen Zahnarztpraxis hat sich die digitale Volumentomographie (DVT) als Standard für Implantologie und Kieferchirurgie etabliert; die dabei entstehenden 3D-Datensätze (DICOM) erfordern ein leistungsfähiges PACS. CAD/CAM-Systeme für digitalen Zahnersatz (Cerec, Planmeca) erzeugen Fräsdaten, die mit dem Zahntechnikerlabor geteilt werden. Intraoralscanner liefern digitale Abdrücke und ersetzen zunehmend den klassischen Abdruck. Die TI-Anbindung mit ePA und dem elektronischen Heil- und Kostenplan (eHKP) wird schrittweise für alle Zahnarztpraxen eingeführt; laufende Kosten liegen bei ca. 150 bis 300 Euro pro Quartal. Ärzteversichert empfiehlt eine Cyberversicherung auch für digitalisierte Zahnarztpraxen.
Wann gilt das nicht?
Zahnärzte, die ausschließlich als angestellte Zahnärzte im Praxisverbund tätig sind, benötigen keine eigene PVS. Für rein privatärztliche Zahnarztpraxen ohne Kassenzulassung entfällt die KZBV-Zertifizierungspflicht.
Quellen
- KBV: Digitalisierung in Zahnarztpraxen
- Bundesärztekammer: Digitale Dokumentation
- BMG: ePA und Zahnärzte
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