Medizinstudenten erhalten noch keine Ärzte-Sonderkonditionen, aber zinsgünstige Studentenkredite: Der KfW-Studienkredit (bis 650 Euro/Monat, variabel ~3–4 % p.a.) und Bildungskredite der Privatbanken stehen zur Verfügung; nach dem Staatsexamen verbessern sich die Konditionen sofort erheblich.
Hintergrund
Das Medizinstudium dauert 6 Jahre (12 Semester) plus 1 Jahr PJ; die Gesamtkosten betragen je nach Lebenssituation 60.000–120.000 Euro. Der KfW-Studienkredit (Programm 174) bietet monatliche Zahlungen von 100–650 Euro während des Studiums; die Rückzahlung beginnt frühestens 6, spätestens 23 Monate nach Studienende. Für Auslandssemester und USMLE-Prüfungsgebühren gibt es spezielle Bildungsdarlehen privater Anbieter (Deutsche Bildung, Auxmoney) mit 4–8 % Zinsen. Der entscheidende Vorteil von Medizinstudenten gegenüber anderen Studierenden ist die Sicherheit der zukünftigen Einkommenslage: Nach Approbation erhalten Mediziner sofort Zugang zu Ärztesonderkonditionen. Die apoBank bietet bereits Medizinstudenten im 8.–10. Semester erste Beratungsgespräche und vergünstigte Kontomodelle an, um die Bankbeziehung frühzeitig aufzubauen. Ärzteversichert empfiehlt Medizinstudenten, spätestens im PJ-Jahr eine Beziehung zur apoBank aufzubauen.
Wann gilt das nicht?
Bei sehr schlechter Schufa-Auskunft oder Schulden aus dem Studium können selbst nach Approbation zunächst keine Ärzte-Sonderkonditionen gewährt werden.
Quellen
- KfW: Studienkredit (Programm 174)
- Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Studenten und Berufseinsteiger
- Bundesärztekammer: Finanzplanung für Medizinstudenten
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