Oberärzte erhalten bei spezialisierten Ärztekreditgebern sehr gute Konditionen mit Zinssätzen von 0,4–0,8 Prozentpunkten unter dem allgemeinen Marktstandard; ihr Bruttoeinkommen von 8.000–12.000 Euro monatlich ermöglicht Immobilienkredite bis 700.000 Euro.
Hintergrund
Oberärzte nach TV-Ärzte Ä3 oder Ä4 verdienen 8.000–12.000 Euro brutto monatlich plus eventuelle Bereitschaftsdienstvergütungen; dieses stabile, tariflich geregelte Einkommen mit sicherer Beschäftigungsperspektive an Krankenhäusern wird von Banken als sehr gute Bonität eingestuft. Leitende Oberärzte mit privatärztlichem Liquidationsrecht an Unikliniken können ihr Gesamteinkommen auf 150.000–200.000 Euro brutto jährlich steigern, was Premiumkreditkonditionen wie für Chefärzte ermöglicht. Die apoBank, Commerzbank Heilberufe und PSD Banken bieten Oberärzten spezifische Immobilienfinanzierungspakete mit Beleihungsausläufen bis 90 % an, sodass bereits 10 % Eigenkapital ausreicht. Für Niederlassungsinteressierte unter Oberärzten bieten Ärztekreditgeber auch schon vor der Kündigung des Krankenhaus-Arbeitsvertrags Finanzierungszusagen für Praxisgründungen an. Ärzteversichert empfiehlt Oberärzten, frühzeitig eine Bankbeziehung zur apoBank oder ähnlichen Instituten aufzubauen.
Wann gilt das nicht?
Leitende Oberärzte, deren Chefarztambition gescheitert ist und die keine Karriereperspektive mehr haben, werden von manchen Banken vorsichtiger bewertet, da kein weiteres Einkommenswachstum zu erwarten ist.
Quellen
- Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Ärztekredit Karrierephasen
- Marburger Bund: Tarifvertrag TV-Ärzte
- KfW: Wohnimmobilienfinanzierung
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