Psychiater erhalten für Praxisdarlehen gute Konditionen, weil ihre Praxen eine dauerhaft hohe Patientennachfrage verzeichnen und der Investitionsbedarf im Vergleich zu technisch-interventionellen Fächern moderat ist.

Niedergelassene Psychiater können für Praxiskredite bis 300.000 Euro mit Effektivzinsen ab etwa 3,5 bis 4,5 % p. a. rechnen – der niedrige Gerätebedarf und planbare Gesprächshonorare machen psychiatrische Praxen für Banken überschaubar kalkulierbar.

Hintergrund

Laut KBV sind rund 5.800 Psychiater und Nervenärzte in Deutschland niedergelassen. Die Nachfrage nach psychiatrischen Leistungen ist in den letzten Jahren stark gestiegen: Wartezeiten von mehreren Monaten sind in vielen Regionen die Regel. Das bedeutet für Praxisinhaber eine kontinuierlich hohe Auslastung und stabile Einnahmen.

Im Gegensatz zu technisch-intensiven Fächern benötigt eine psychiatrische Praxis vergleichsweise wenig Geräteinvestitionen. Die Hauptaufwendungen liegen bei Praxisräumen, ergonomischer Einrichtung und ggf. psychotherapeutischen Zusatzleistungen. Praxisübernahmen sind mit Kaufpreisen von 80.000 bis 200.000 Euro im mittleren Bereich angesiedelt.

Ärzteversichert weist darauf hin, dass Psychiater häufig einem erhöhten psychischen Berufsbelastungsrisiko ausgesetzt sind und die BU-Absicherung entsprechend sorgfältig gewählt werden sollte.

Wann gilt das nicht?

Psychiater mit reinem Privatpraxismodell haben schwankendere Einnahmen und werden von Banken individueller bewertet. Psychotherapeutisch tätige Psychiater, die ausschließlich Richtlinienpsychotherapie abrechnen, unterliegen zudem einem Stundenkontingent, das die möglichen Einnahmen begrenzt.

Quellen

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