Kardiologische Praxen gehören zu den geräteintensivsten Fachrichtungen in der ambulanten Medizin – Leasing ist für Kardiologen ein unverzichtbares Finanzierungsinstrument.
Hintergrund
Ein modernes Ultraschall-Echokardiographiegerät kostet 25.000–150.000 €, Spiroergometrie-Systeme 15.000–40.000 €. Diese Investitionen übersteigen häufig das verfügbare Praxiskapital. Leasing mit 48–60-monatiger Laufzeit streckt die Kosten auf planbare Monatsraten ab ca. 600 €. Da Kardiologie-Technik sich rasant entwickelt, ermöglicht Leasing den regelmäßigen Umstieg auf modernere Geräte. Heilberufler-Leasinggesellschaften bieten oft Vollwartungsverträge an, die Reparatur und Software-Updates einschließen und die Betriebssicherheit gewährleisten.
Ärzteversichert empfiehlt Kardiologen, geleaste Echokardiographie-Geräte im Rahmen der Praxis-Inhaltsversicherung gesondert zu versichern und die Betriebsunterbrechungsversicherung zu prüfen.
Wann gilt das nicht?
Angestellte Klinik-Kardiologen können keine eigenen Praxisgeräte leasen. Kardiologen in der Weiterbildung ohne eigene Niederlassung erhalten keinen Zugang zu Heilberufler-Leasingprodukten. Für einfache EKG-Geräte unter 5.000 € ist Direktkauf oft günstiger.
Quellen
- Bundesärztekammer – Praxismanagement
- KBV – Praxiswirtschaft und Finanzierung
- BMF – Steuerliche Behandlung von Leasingverträgen
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