Nuklearmedizinische Praxen stehen vor den größten Geräteinvestitionen aller Fachrichtungen – Leasing ist hier oft die einzige wirtschaftlich sinnvolle Finanzierungsform.
Hintergrund
Eine Gammakamera kostet je nach Modell 300.000–600.000 €, ein kombiniertes SPECT/CT-System bis zu 1 Mio. €. Solche Summen übersteigen die Eigenkapitalbasis der meisten niedergelassenen Nuklearmediziner erheblich. Leasing mit langen Laufzeiten von 60–120 Monaten verteilt die Kosten auf planbare Monatsraten von 3.000–10.000 € und ermöglicht nach Laufzeitende den Wechsel auf neuere Technologie. Besondere Bedeutung haben beim Nuklearmedizin-Leasing die Strahlenschutzanlagen und Abwassersysteme: Auch diese können in einem Gesamtleasing-Paket finanziert werden.
Ärzteversichert empfiehlt Nuklearmedizinern, beim Abschluss großer Leasing-Verträge eine umfassende Praxisunterbrechungsversicherung abzuschließen, da ein Geräteausfall zu massiven Einnahmeausfällen führt.
Wann gilt das nicht?
Angestellte Nuklearmediziner in Kliniken oder radiologischen Instituten können keine eigenen Geräte-Leasingverträge abschließen. Praxisgründer ohne bestehende Kassenzulassung und gesicherte Umsatzprognose haben erhebliche Schwierigkeiten bei der Leasing-Finanzierung dieser Summen.
Quellen
- Bundesärztekammer – Praxismanagement
- KBV – Praxiswirtschaft
- BMF – Steuerliche Behandlung von Leasingverträgen
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