Anästhesisten nutzen MVZ-Modelle vor allem im Kontext ambulanter OP-Zentren, Schmerzzentren und interdisziplinärer Versorgungszentren.

Für Anästhesisten eignen sich MVZ-Modelle als anästhesiologische Gemeinschaftspraxen (GmbH), die ambulante Operationszentren (AOZ) bedienen, oder als Schmerzzentrum-MVZ mit Schmerztherapie-Schwerpunkt – kombiniert mit einem Träger-MVZ einer Klinik bieten sie maximale Vernetzung.

Hintergrund

Anästhesisten können gemäß § 95 SGB V ein MVZ als GmbH gründen, wenn sie mindestens eine Kassenärztliche Zulassung als Facharzt für Anästhesiologie haben. Typische Modelle: Anästhesiologische Gemeinschaftspraxis als MVZ, die fest an ein ambulantes OP-Zentrum angegliedert ist und dort ambulante Narkosen übernimmt. Oder ein Schmerzzentrum-MVZ, das Schmerztherapie-Leistungen (Schmerzpumpen, Nervenblockaden) anbietet. Laut KBV-Statistik stieg die Zahl der Anästhesisten in MVZ von 2018 bis 2023 um über 35 %, was die wachsende Bedeutung des MVZ-Modells für dieses Fach zeigt.

Ärzteversichert empfiehlt Anästhesisten im MVZ, die Berufshaftpflicht auf die MVZ-Struktur (GmbH-Haftpflicht) anzupassen und eine D&O-Versicherung für Geschäftsführer abzuschließen.

Wann gilt das nicht?

MVZ-Modelle eignen sich nicht für reine Krankenhausanästhesisten ohne ambulante Niederlassungsabsicht. Auch für Belegärzte mit ausschließlich stationärer Tätigkeit ist das MVZ-Modell wenig relevant.

Quellen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →