Kardiologische MVZ ermöglichen es, teure Echo-Ausstattung gemeinsam zu nutzen und Schwerpunkte wie Rhythmologie, Herzinsuffizienz und kardiale Rehabilitation zu bündeln.

Für Kardiologen eignen sich MVZ-Modelle als kardiologisches Schwerpunktzentrum mit 2–4 Kardiologen verschiedener Schwerpunkte (Rhythmologie, Herzinsuffizienz, Prävention) in GmbH-Form, oder als Träger-MVZ eines Herzzentrums/Klinikums für sektorübergreifende Kardiologie.

Hintergrund

Kardiologische Praxen mit Echokardiographie-Ausstattung (50.000–150.000 €) profitieren stark von MVZ-Modellen: Mehrere Kardiologen teilen sich die teure Technik und bieten gemeinsam das gesamte kardiovaskuläre Spektrum an. Besonders attraktiv sind gemischte MVZ mit Rhythmologen für Herzschrittmacher-Kontrollen und Kardiologen für allgemeine Herzinsuffizienz-Betreuung. Laut KBV ist Kardiologie das Fach mit dem dritthöchsten MVZ-Wachstum. Träger-MVZ durch ein Herzzentrum ermöglichen die ambulante Vor- und Nachbehandlung stationärer Herzpatienten.

Ärzteversichert empfiehlt kardiologischen MVZ-Gesellschaftern, eine D&O-Versicherung und eine MVZ-spezifische Berufshaftpflicht mit hoher Deckungssumme abzuschließen.

Wann gilt das nicht?

Kardiologische Einzelpraxen mit geringem Patientenvolumen benötigen kein MVZ-Modell. Reine Privatpraxen ohne GKV-Zulassung können kein MVZ betreiben.

Quellen

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