Onkologische MVZ sind in Deutschland ein etabliertes Versorgungsmodell – sie ermöglichen die ambulante Chemotherapie mit hoher Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit.

Für Onkologen eignen sich MVZ-Modelle als hämatologisch-onkologisches Versorgungszentrum-GmbH mit integrierter Infusionsambulanz, als Teil eines zertifizierten Krebszentrums (DKG-Zertifizierung) oder als Träger-MVZ eines Krankenhauses mit onkologischer Fachabteilung.

Hintergrund

Onkologische MVZ mit Infusionsambulanz ermöglichen die ambulante Chemotherapie und Immuntherapie, die zunehmend die stationäre Behandlung ablöst. Durch die MVZ-Struktur können mehrere Onkologen die teure Infusions-Infrastruktur (20.000–80.000 €) teilen und ein breites onkologisches Spektrum abdecken. Laut KBV-Statistik 2023 ist Hämatologie/Onkologie das Fach mit dem stärksten MVZ-Wachstum der letzten 5 Jahre. Träger-MVZ durch ein Krebszentrum ermöglichen die enge Vernetzung mit Strahlentherapie, Pathologie und Tumorkiefern.

Ärzteversichert empfiehlt onkologischen MVZ, eine leistungsstarke Arzneimittelhaftpflicht und eine MVZ-Betriebshaftpflicht abzuschließen, die auch Off-label-Einsatz von Zytostatika einschließt.

Wann gilt das nicht?

Onkologen in rein stationärer Krankenhaustätigkeit ohne ambulante Tätigkeit sind nicht im MVZ-Modell tätig. Reine Privatpraxen ohne GKV-Zulassung können kein MVZ betreiben.

Quellen

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