Orthopädische MVZ sind in Deutschland weit verbreitet – besonders Modelle, die ambulante Operationen mit konservativer Orthopädie und Physiotherapie kombinieren, sind wirtschaftlich attraktiv.
Hintergrund
Orthopädische MVZ mit ambulanter OP-Einheit ermöglichen die Durchführung von Arthroskopien, Schulterrekonstruktionen und Knieoperationen im ambulanten Setting, das im Vergleich zur stationären Behandlung günstiger und für den Patienten komfortabler ist. Laut KBV-Statistik 2023 ist Orthopädie/Unfallchirurgie das Fach mit dem vierthöchsten MVZ-Anteil. Ein Bewegungszentrum-MVZ mit angebundener Physiotherapie (kein GKV-zulassungspflichtiger Anteil) bietet zusätzliche Einnahmen durch Selbstzahler-IGeL-Leistungen.
Ärzteversichert empfiehlt Orthopäden in MVZ-Strukturen, eine Implantat-Haftpflichtdeckung und eine Betriebsunterbrechungsversicherung für den OP-Betrieb abzuschließen.
Wann gilt das nicht?
Orthopäden in kleinen Einzelpraxen ohne Operationsambition benötigen kein MVZ-Modell. Reine Privatpraxen ohne GKV-Zulassung sind vom MVZ-Modell ausgeschlossen.
Quellen
- SGB V – §95 und §115b MVZ und ambulante Operationen
- KBV – MVZ-Statistiken Orthopädie
- Bundesärztekammer – Ambulante Orthopädie
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