Pathologen können MVZ-Modelle nutzen, um teure Laborinfrastruktur gemeinsam zu betreiben und als Teil von Krebszentren eine enge Anbindung an klinische Strukturen zu erreichen.

Für Pathologen eignen sich MVZ-Modelle als pathologisches Labor-MVZ, in dem 2–4 Pathologen eine gemeinsame Laborinfrastruktur mit Digitalpathologie-Scanner (50.000–200.000 €) betreiben, oder als Krebszentrum-MVZ, das Pathologie, Onkologie und Radiologie unter einem Dach vereint.

Hintergrund

Niedergelassene Pathologen arbeiten überwiegend in privatärztlichen Labor-GmbH-Strukturen; durch die Einführung der EU-MDR und die Digitalisierung sind neue MVZ-ähnliche Modelle entstanden. Ein pathologisches MVZ mit Digitalpathologie ermöglicht Tele-Pathologie und KI-gestützte Befundung, was die Effizienz erheblich steigert. In DKG-zertifizierten Krebszentren ist eine angebundene Pathologie Pflicht; ein Träger-MVZ des Krebszentrums kann diese Anforderung erfüllen. Die gemeinsame Nutzung von Einbettautomaten (20.000–60.000 €) und Digitalpathologie-Scannern durch mehrere Pathologen senkt die Pro-Kopf-Investition erheblich.

Ärzteversichert empfiehlt Pathologen im MVZ, eine Berufshaftpflicht mit langen Nachmeldfristen für Befundungsfehler abzuschließen.

Wann gilt das nicht?

Angestellte Klinikpathologen in staatlichen Instituten sind nicht im MVZ-Modell tätig. Für forensische Pathologie ist das MVZ-Modell nicht relevant.

Quellen

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