Pathologen können MVZ-Modelle nutzen, um teure Laborinfrastruktur gemeinsam zu betreiben und als Teil von Krebszentren eine enge Anbindung an klinische Strukturen zu erreichen.
Hintergrund
Niedergelassene Pathologen arbeiten überwiegend in privatärztlichen Labor-GmbH-Strukturen; durch die Einführung der EU-MDR und die Digitalisierung sind neue MVZ-ähnliche Modelle entstanden. Ein pathologisches MVZ mit Digitalpathologie ermöglicht Tele-Pathologie und KI-gestützte Befundung, was die Effizienz erheblich steigert. In DKG-zertifizierten Krebszentren ist eine angebundene Pathologie Pflicht; ein Träger-MVZ des Krebszentrums kann diese Anforderung erfüllen. Die gemeinsame Nutzung von Einbettautomaten (20.000–60.000 €) und Digitalpathologie-Scannern durch mehrere Pathologen senkt die Pro-Kopf-Investition erheblich.
Ärzteversichert empfiehlt Pathologen im MVZ, eine Berufshaftpflicht mit langen Nachmeldfristen für Befundungsfehler abzuschließen.
Wann gilt das nicht?
Angestellte Klinikpathologen in staatlichen Instituten sind nicht im MVZ-Modell tätig. Für forensische Pathologie ist das MVZ-Modell nicht relevant.
Quellen
- SGB V – §95 MVZ-Gründungsvoraussetzungen
- KBV – MVZ-Statistiken Pathologie
- Bundesärztekammer – Pathologie und Labornetzwerke
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