Psychiatrische MVZ sind in Deutschland noch unterrepräsentiert, werden aber durch Wartezeiten von bis zu 12 Monaten in der ambulanten Psychiatrie zunehmend wichtig.

Für Psychiater eignen sich MVZ-Modelle als psychiatrisch-psychotherapeutisches Versorgungszentrum-GmbH mit 2–4 Ärzten und Psychotherapeuten, als Teil eines psychosomatischen Zentrums oder als Psychiatrisch-Psychotherapeutische Institutsambulanz (PIA) in Trägerschaft eines psychiatrischen Krankenhauses.

Hintergrund

Die ambulante psychiatrische Versorgung in Deutschland ist von Versorgungsengpässen geprägt: Laut IGES-Studie warten Patienten im Schnitt 6–12 Monate auf einen psychiatrischen Ersttermin. Psychiatrische MVZ mit mehreren Psychiatern und Psychologischen Psychotherapeuten können diese Wartezeiten reduzieren und neue Versorgungsmodelle etablieren. Träger-MVZ durch ein psychiatrisches Krankenhaus (PIA) ermöglicht die sektorübergreifende Behandlung von Patienten zwischen stationärer und ambulanter Versorgung. Die Digitalisierung (Telepsychiatrie-MVZ) eröffnet zusätzliche Möglichkeiten.

Ärzteversichert empfiehlt psychiatrischen MVZ, eine umfassende Datenschutz-Haftpflicht und eine Betriebsunterbrechungsversicherung abzuschließen.

Wann gilt das nicht?

Psychiater in reiner Privatpraxis ohne GKV-Zulassung können kein MVZ betreiben. Krankenhausangestellte Psychiater ohne ambulante Tätigkeit sind nicht im MVZ-Modell tätig.

Quellen

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