Radiologen sind die Fachgruppe mit dem höchsten MVZ-Anteil in Deutschland – die extrem hohen Gerätekosten machen das gemeinschaftliche MVZ-Modell nahezu zwingend.
Hintergrund
Laut KBV-Statistik 2023 ist Radiologie das Fach mit dem höchsten MVZ-Anteil: Über 35 % aller niedergelassenen Radiologen arbeiten in MVZ. Der Grund: Ein MRT kostet 500.000–2.000.000 €, ein CT 250.000–700.000 €. Solche Summen lassen sich von Einzelradiologen kaum wirtschaftlich tragen; 2–6 Radiologen als MVZ-GmbH-Gesellschafter teilen die Investition und senken die monatliche Belastung je Arzt erheblich. Teleradiologie-MVZ, die über Nacht oder an Wochenenden für mehrere Standorte befunden, sind ein weiteres wachsendes Modell.
Ärzteversichert empfiehlt Radiologen in MVZ-Strukturen, eine Maschinenversicherung für Großgeräte, eine MVZ-Betriebshaftpflicht und eine D&O-Versicherung abzuschließen.
Wann gilt das nicht?
Angestellte Klinikradiologen ohne eigene Praxis betreiben kein MVZ. Reine Teleradiologie ohne Niederlassung erfordert keine MVZ-Zulassung.
Quellen
- SGB V – §95 MVZ-Gründungsvoraussetzungen
- KBV – MVZ-Statistiken Radiologie
- Bundesärztekammer – Radiologie und Großgeräteplanung
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