Urologen profitieren von MVZ-Modellen besonders durch die gemeinsame Nutzung teurer Lithotripsie-Systeme und die Bündelung spezialisierter urologischer Leistungen.
Hintergrund
Urologische MVZ ermöglichen die gemeinsame Nutzung teurer Spezialgeräte wie Lithotripsie-Systeme (50.000–100.000 €) und Zystoskopie-Einheiten (10.000–30.000 €), was die Pro-Arzt-Investition erheblich senkt. Die steigende Zahl ambulanter urologischer Eingriffe (ambulante Lithotripsie, TURP, Vasektomie) treibt das MVZ-Wachstum im Fach. Laut KBV stieg der Anteil urologischer MVZ von 2018 bis 2023 um über 25 %. Träger-MVZ durch eine urologische Klinik ermöglicht die nahtlose ambulant-stationäre Versorgung von Blasen- und Prostatakrebs-Patienten.
Ärzteversichert empfiehlt urologischen MVZ-Gesellschaftern, eine D&O-Versicherung und eine MVZ-Betriebshaftpflicht mit ausreichend hoher Deckungssumme für operative Eingriffe abzuschließen.
Wann gilt das nicht?
Urologische Einzelpraxen mit geringem ambulanten OP-Volumen benötigen kein MVZ-Modell. Reine Privatpraxen ohne GKV-Zulassung können kein MVZ betreiben.
Quellen
- SGB V – §95 MVZ-Gründungsvoraussetzungen
- KBV – MVZ-Statistiken Urologie
- Bundesärztekammer – MVZ-Rahmenbedingungen
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →