Anästhesisten brauchen eine Personalstrategie, die auf die spezifische Teamstruktur aus Ärzten und Anästhesiepflegefachkräften (AINS) ausgerichtet ist, weil beide Berufsgruppen bundesweit dringend gesucht werden.

Der Mangel an Fachkräften für Anästhesiepflege (AINS) ist in Deutschland akut: Viele OP-Säle können nicht voll belegt werden, weil qualifiziertes Assistenzpersonal fehlt – das kostet Kliniken und ambulante OP-Zentren direkt Umsatz.

Hintergrund

In Deutschland sind rund 8.500 Anästhesisten niedergelassen oder in Kliniken tätig. In der ambulanten Anästhesie, etwa in operativen Zentren für Augenheilkunde, Orthopädie oder Gynäkologie, ist die Personalplanung besonders sensibel: Fällt eine Anästhesiefachkraft aus, können operative Eingriffe nicht stattfinden.

Die Weiterbildung zur Pflegefachkraft Anästhesie und Intensivpflege dauert zwei Jahre und ist voraussetzungsreich. Das begrenzt den Nachwuchs erheblich. Anästhesisten als Praxisinhaber oder ärztliche Leiter sollten daher in Eigenkompetenz ausbilden, Kooperationen mit Pflegeschulen eingehen und Fachkräfte durch attraktive Diensteinteilung, Teildienst-Optionen und interne Karrierepfade binden.

Ärzteversichert unterstützt Anästhesisten dabei, auch bei krankheitsbedingtem Ausfall von Schlüsselpersonal finanziell abgesichert zu bleiben.

Wann gilt das nicht?

In reinen Belegarzt-Modellen liegt die Personalverantwortung teils bei der Klinik; der anästhesiologische Belegarzt hat dann weniger direkten Einfluss auf Personalentscheidungen. Klinisch angestellte Anästhesisten ohne Führungsverantwortung benötigen keine eigene Personalstrategie.

Quellen

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