Dermatologen brauchen eine zweigleisige Personalstrategie: eine für den KV-Kassenbetrieb mit hohem Patientenaufkommen und eine für den ästhetisch-dermatologischen Bereich mit eigenem Kommunikations- und Servicestandard.
Hintergrund
Rund 5.900 Dermatologen sind laut KBV in Deutschland niedergelassen. Viele Praxen haben neben dem Kassenbereich ein Privatambulanz-Segment für Laserbehandlungen, Botox, Hyaluron oder Faltenkorrektur, das erhebliche Zusatzumsätze generiert. Der Umsatz pro Patient ist in diesem Segment deutlich höher als im Kassenbetrieb.
Für den ästhetischen Bereich sind MFA mit Zusatzausbildung in ästhetischer Medizin, Behandlungsassistenz und CRM-Systemen gefragt. Kosmetikfachkräfte mit medizinischer Basiskompetenz sind bundesweit selten. Praxen, die diesen Mitarbeitertyp binden wollen, setzen auf Provisionsmodelle bei Produktverkäufen, Teamschulungen durch die herstellenden Unternehmen (z. B. Botox-Trainings) und flexible Teilzeitangebote.
Ärzteversichert unterstützt dermatologische Praxisinhaber auch dabei, ihre eigene Arbeitskraft als zentrales Asset zu sichern.
Wann gilt das nicht?
Reine GKV-Kassendermatologie ohne IGeL-Angebot hat einen anderen Personalmix: Hier dominiert klassische MFA-Arbeit mit Terminmanagement und Vorbereitung diagnostischer Maßnahmen; ästhetische Kompetenzen sind weniger relevant.
Quellen
- Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Dermatologische Versorgungsstruktur
- Bundesärztekammer: Facharztweiterbildung Dermatologie
- Bundesministerium für Gesundheit: Ambulante Facharztversorgung
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