Gynäkologen brauchen eine Personalstrategie, die dem breiten Leistungsspektrum von der Krebsvorsorge über die Geburtshilfe bis zur kleinen ambulanten Operation Rechnung trägt und gezielt Kompetenzen in der Praxis aufbaut.

Gynäkologische Praxen mit Ultraschalldiagnostik, Kolposkopie und ambulantem OP-Bereich benötigen MFA mit erweiterten Kenntnissen, die bundesweit sehr gefragt sind – strukturierte Einarbeitung und Weiterbildungsbudget sind entscheidende Bindungsfaktoren.

Hintergrund

Rund 7.300 Frauenärzte sind laut KBV in Deutschland niedergelassen. Die Fachrichtung umfasst ein breites Spektrum von der gynäkologischen Vorsorge und Schwangerenbetreuung bis zu hormonellen Erkrankungen und ambulanten operativen Eingriffen. Je nach Praxisschwerpunkt sind unterschiedliche Qualifikationsprofile des Assistenzpersonals gefragt.

Besonders in Praxen mit eigener Geburtshilfe oder Belegabteilung ist die Personalplanung aufwendig: Hebammen, Belegschwestern und MFA mit geburtshilflicher Zusatzausbildung müssen koordiniert werden. Gleichzeitig sind solche Praxen für viele Mitarbeiterinnen besonders attraktiv, weil die Arbeit als sinnvoll und abwechslungsreich erlebt wird – ein starkes Argument für die Mitarbeiterbindung.

Ärzteversichert empfiehlt Gynäkologinnen und Gynäkologen, ihre Berufsunfähigkeitsabsicherung an das hohe körperliche Anforderungsprofil (operative Tätigkeit, Nacht- und Bereitschaftsdienste) anzupassen.

Wann gilt das nicht?

In reinen Praxen ohne Belegabteilung und ohne operativen Schwerpunkt ist die Personalstruktur einfacher und entspricht eher dem klassischen Facharztpraxis-Modell.

Quellen

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