HNO-Ärzte brauchen eine Personalstrategie, die sowohl MFA für den konservativen Praxisbetrieb als auch Audiologieassistenten und OP-Personal für den interventionellen Bereich gezielt rekrutiert und entwickelt.
Hintergrund
Rund 4.400 HNO-Ärzte sind laut KBV in Deutschland niedergelassen. Das Leistungsspektrum ist breit: von der klassischen Ohrenspülung und Nasenkorrektur über Hörtests und Versorgung mit Hörsystemen bis zu ambulanten Tonsillektomien und Paukenröhreneinlagen. Jedes dieser Segmente erfordert spezifisch geschultes Personal.
Audiologische Kompetenz ist besonders gefragt: Mitarbeitende, die Tonaudiometrie, Impedanzaudiometrie und Stapediusreflexmessungen selbstständig durchführen, müssen intensiv eingearbeitet werden. Diese Einarbeitung dauert oft 6 bis 12 Monate. HNO-Praxen, die in diese Ausbildungszeit investieren und die Mitarbeiterinnen anschließend gut entlohnen, bauen über Jahre einen Wettbewerbsvorteil auf.
Ärzteversichert empfiehlt HNO-Ärzten als Praxisinhaber, neben der Personalstrategie auch die eigene Absicherung bei Tätigkeitsausfall durch eine qualitativ hochwertige BU-Versicherung zu gewährleisten.
Wann gilt das nicht?
HNO-Praxen ohne eigene audiologische Diagnostik oder ohne operativen Schwerpunkt kommen mit dem klassischen MFA-Profil aus und stehen vor denselben allgemeinen Personalherausforderungen wie andere Facharztpraxen.
Quellen
- Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): HNO-Versorgungsstruktur
- Bundesärztekammer: Facharztweiterbildung HNO
- Bundesministerium für Gesundheit: Audiologische Versorgung und Hörhilfen
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →