Internisten brauchen eine Personalstrategie, die gezielt MFA mit Kenntnissen in Gerinnungsdiagnostik, EKG, Langzeit-EKG und Labormanagement anspricht, weil diese Kompetenzen für eine gut aufgestellte internistische Praxis unverzichtbar sind.
Hintergrund
Laut KBV sind in Deutschland rund 14.000 Internisten niedergelassen, davon viele als Schwerpunkt-Internisten mit kardiologischer, gastroenterologischer oder diabetologischer Ausrichtung. Je nach Schwerpunkt variiert der Personalbedarf erheblich: Kardiologen brauchen Belastungs-EKG-Assistenz, Gastroenterologen OP-ähnliche Endoskopiepflege, Diabetologen Schulungskompetenzen für Patientenedukation.
Für viele Internisten ist die Einarbeitung neuer Mitarbeiter besonders zeitaufwendig, weil spezifische Gerätekenntnis und Interpretationsfähigkeiten erst durch Praxis erworben werden. Praxen, die strukturierte Einarbeitungspläne, regelmäßige interne Fallbesprechungen und Fortbildungsbudgets bieten, haben nachweislich niedrigere Fluktuationsraten.
Ärzteversichert empfiehlt Internisten als Praxisinhaber, bei der Personalplanung auch die Absicherung des eigenen Ausfalls mitzudenken – ein internistischer Einzelarzt ist das Herzstück seiner Praxis.
Wann gilt das nicht?
Internisten, die ausschließlich als Hospitanten oder Konsiliarärzte tätig sind, ohne eigene Praxis, haben keine eigene Personalverantwortung. In MVZ übernimmt die Trägerorganisation oft zentral die Personalplanung.
Quellen
- Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Internistische Fachgruppen und Versorgung
- Bundesärztekammer: Facharztweiterbildung Innere Medizin
- Bundesministerium für Gesundheit: Chronische Erkrankungen und ambulante Versorgung
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